• Wie viel effizienter könnte Dein Team arbeiten, wenn Arbeit sichtbar wäre – wirklich sichtbar?

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Was ist Kanban?

Der Name Kanban kommt aus dem Japanischen und bedeutet wörtlich „Signalkarte“ oder „visuelle Karte“. Er setzt sich zusammen aus: kan (看) = sehen, beobachten und ban (板) = Tafel, Karte, Schild.

Kanban ist eine visuelle, agile Methode, um Arbeitsabläufe transparent zu machen, Engpässe zu erkennen und den Arbeitsfluss kontinuierlich zu verbessern. Die Tätigkeiten werden über ein Kanban‑Board visualisiert. Aufgaben werden als Karten dargestellt und wandern durch definierte Prozessschritte (z. B. To Do → In Arbeit → Erledigt). Ziel ist ein stabiler, effizienter Flow.

Die Arbeit wird in viele kleine Schritte aufgeteilt. Indem die Änderungen partiell und evolutionär durchgeführt werden (anstatt in einem großen "Big Bang"), wird das Risiko für jede einzelne Maßnahme reduziert. Darüber hinaus führt der eher sanfte Stil von Kanban in der Regel zu weniger Widerständen bei den Beteiligten.

So funktioniert Kanban

Der erste Schritt bei der Einführung von Kanban besteht darin, den bestehenden Workflow, die vorhandene Arbeit sowie Probleme zu visualisieren. Dies wird in Form eines Kanban-Boards getan, das z.B. aus einem einfachen Whiteboard und Haftnotizen oder Karteikarten besteht.
Jede Karte auf dem Board repräsentiert dabei eine Aufgabe.

Allein diese einfache Maßnahme führt zu klarer Transparenz über die Verteilung der Arbeit sowie bestehende Engpässe.

Kanban

Als nächstes wird der Work in Progress (WIP) limitiert, also die Menge an parallelen Aufgaben. Dadurch wird zum einen das Multitasking reduziert, zum anderen bedeutet weniger WIP, dass jede einzelne Aufgabe schneller erledigt werden kann als vorher. Für die WIP-Limitierung kennt Kanban verschiedene Mechanismen, die häufigste Art sind so genannte Spalten-Limits: z.B. dürfen in unserem Beispiel nur 4 Tickets in der Spalte "Entwickeln" hängen. Die Limits bewirken, dass Probleme aktiv angegangen werden müssen, anstatt um sie herum zu arbeiten.

Im Kern von Kanban steht das Konzept von Flow. Das bedeutet, dass die Tickets möglichst gleichmäßig durch das System fließen sollen, ohne lange Wartezeiten oder Blockaden. Alles, was den Flow behindert, soll kritisch unter die Lupe genommen werden. Dafür kennt Kanban verschiedene Techniken, Metriken und Modelle. Werden diese konsequent angewendet, kann Kanban dazu führen, dass sich eine Kultur der kontinuierlichen Verbesserung (Kaizen) im Unternehmen zu etabliert.

Einsatzgebiete von Kanban

Wie Erfahrungsberichte aus der ganzen Welt zeigen, lässt sich Kanban in vielen unterschiedlichen Bereichen einsetzen: Projektmanagement, Prozessmanagement, Software‑ und Produktentwicklung und operative Teams mit kontinuierlichem Arbeitsfluss.

Von kleinen Agenturen und Startups über traditionelle Mittelständler oder größere Service-Provider bis hin zu internationalen Konzernen wird Kanban verwendet.

Was bringt KanBan?

 Schafft schnell hohe Transparenz über Projektfortschritt und akute Probleme
 Führt zu kürzeren Durchlaufzeiten der Arbeitspakete
 Lässt sich nicht nur in der reinen Softwareentwicklung einsetzen, sondern auch in Bereichen wie Wartung, IT-Betrieb, Marketing oder Vertrieb
 Führt zu wenig Widerstand bei der Einführung

Die Literatur fasst Kanban typischerweise in vier Grundprinzipien zusammen:
1) Starte mit dem, was du tust – keine radikale Umstrukturierung nötig.
2) Verfolge inkrementelle, evolutionäre Veränderungen – kontinuierliche Verbesserung statt Big Bang.
3) Respektiere bestehende Rollen & Verantwortlichkeiten – Kanban zwingt keine neuen Rollen auf.
4) Fördere Führung auf allen Ebenen – jeder trägt zur Verbesserung bei.